Chronische Schmerzen & der richtige Therapie-Ansatz
Ihr habt schon alle guten, alternativen, ganzheitlichen Ansätze der Körperarbeit durch? Insbesondere bringt euch das Erlernen von neuen Bewegungsmustern oder die Neuprogrammierung der gesamten Haltung nicht weiter? Dann seid ihr bei Skelata richtig.
Wenn ihr jetzt immer noch Schmerzen habt, dann ist es vermutlich euer Schmerzgedächtnis, das euch plagt. Das hatte ich auch im rechten Fuß – eine chronische Entzündung einer Sehne im Sprunggelenk (aufgrund eines Beckenschiefstandes).
Das Team von Skelata
Nina Olsson ist Neurocoach und Mentalitätstrainerin. Bei ihrer Arbeit versucht sie Veränderungen im Denk- und Verhaltensmuster der Menschen zu erreichen, die sie konsultieren.
Michael Weber (Sohn von Nina) ist Physiotherapeut, Faszien-Therapeut und Osteopath. Er behandelt seine Patient:innen seit 15 Jahren in seiner Praxis in der Münchner Innenstadt.
Nina war vor einigen Jahren selbst von chronischen Rückenschmerzen geplagt. Ihr Sohn überzeugte sie davon, dass nicht die Wirbelsäule die Ursache ihrer Schmerzen war. Es waren verklebte Faszien, verkümmerte Muskeln und verkürzte Sehnen.
Durch osteopathische Übungen zum Selbermachen und gezielte Veränderung von falschen Überzeugungen wurde Nina in wenigen Wochen vom Schmerzgedächtnis befreit und ist bis heute noch beschwerdefrei.
Was ist das Schmerzgedächtnis überhaupt?
Symptome die auf ein Schmerzgedächtnis hindeuten:
- Chronische Schmerzen, die über Wochen andauern,
- sie kehren regelmäßig wieder,
- es gibt keine klare Ursache für den anhaltenden Schmerz,
- Schmerzen, die in Situationen auftreten, die mit dem ursprünglichen Schmerzauslöser verbunden sind,
Man kann es so erklären, dass das Gehirn den ursprünglichen Schmerz als Erinnerung abspeichert. Es speichert Erlebnisse, basierend auf unseren Gefühlen und Gedanken (Wut, Angst, Trauer, Beschimpfungen vom Chef etc.) ab.
Starke, insbesondere schmerzhafte Erlebnisse setzen sich tief im Gedächtnis fest. Auch die Selbstsabotage, das „sich Beklagen“ durch ständiges Negativ-Denken, schlechte Glaubenssätze und die Opferhaltung schütten Stress-Hormone (Cortisol/Adrenalin) aus, die einen sensibler für Schmerzen machen.
Wie das Gehirn arbeitet
Bei einer Verletzung überprüft das Gehirn regelmäßig, ob der Schmerz immer noch wehtut oder ob die Struktur beschädigt ist. Nach 6 Wochen sind akute Schmerzen meistens verheilt.
Generell ist unser Gehirn sehr faul, aber es will uns beschützen. D.h. nach 6 Wochen hat das Gehirn keinen Bock mehr, immer alles zu überprüfen. Es baut sich nun eine Abkürzung und verschiebt den Schmerz ins Langzeitgedächtnis. Somit reagiert es immer sofort und der Schmerz wird chronisch.
▶ Vorneweg: Man kann das Schmerzgedächtnis leider nicht komplett löschen, aber die Erinnerungen positiv umbauen und im Gedächtnis festsetzen.
▶ Bei mir z.B. merke ich das Schmerzgedächtnis manchmal, aber das ist so selten, dass ich gar nicht mehr daran denke.
Die Skelata-Methode
In ihrem Patienten-Seminar für Rückenschmerzen lernt man, veraltete Schmerz-Erinnerungen sanft hervorzuholen und durch emotional positive und schmerzfreie Erlebnisse zu ersetzen.
Das wird kombiniert mit osteopathischen Techniken zum Selbermachen. Auf diese Weise wird dem Schmerz die Macht über dein Leben genommen. Du gewinnst die Kontrolle über deine Erinnerungen zurück. So lebst du wieder ohne Angst vor dem Schmerz.
Wie du wieder die Kontrolle über deinen Körper erlangst
▶ Atme dich frei
Schmerzen können durch die Atmung beeinflusst werden. Eine bewusste, tiefe Atmung kann Schmerzen lindern, während eine flache, oberflächliche Atmung Schmerzen verstärken kann. (siehe Post)
Beitrag: Richtig Atmen: Buteyko & Wim Hof
▶ Überschreibe negative Glaubenssätze
Arbeite an deinen Überzeugungen und programmiere dich neu: Lege die Opferhaltung ab und arbeite an deinem „Angst-Schmerz-Kreislauf“, in dem du „Stopp“ sagst – du hast die Macht, dort wieder rauszukommen. „Yes I can“
▶ Bewegung und Musik wirken schmerzstillend
Bewege dich wieder: Tanzen zur Musik setzt Oxytocin frei, das entzündungshemmend wirkt.
Neuro-Tango als neue Bewegungs-Therapie
https://physiotherapeuten.de/artikel/neurotango
▶ Dankbarkeits-Übungen und Selbsthypnose
Studien zeigen, dass dankbare Menschen weniger anfällig für körperliche Beschwerden und Schmerzen sind. Auch Visualisierung-Übungen aus der Selbsthypnose haben einen positiven Impact auf die Schmerzen.
Ich habe auch mal ein paar Sitzungen bei einer Hypno-Therapeutin gebucht, wegen einer stressigen Phase in meinem Leben, wo ich ziemlich ausgepowert war.
Sie hat mir dann empfohlen, mich täglich mit einem Energie-Ort aus meiner Vergangenheit zu verbinden (Urlaub am Strand). Weil, alles an positiven Erfahrungen ist in unseren Zellen gespeichert und du kannst diese Emotionen und Momente wieder in dein Bewusstsein rufen.
▶ Tägliches Üben
Ich empfehle dir, täglich 30 Minuten zu üben. Das Gehirn braucht Zeit, um die alten Schmerz-Pfade mit positiven Trampel-Pfaden zu überschreiben. Ihr müsst euch motivieren und dranbleiben, dann werdet ihr auch Erfolg haben.
Buch: Neurocoaching
Wie der Körper den Schmerz vergisst – Schmerzgedächtnis löschen – Schmerzkontrolle lernen
Dieser Beitrag ist lediglich ein Auszug aus dem Patienten-Seminar. Wer noch mehr darüber erfahren möchte, kann sich das Buch kaufen. Im Buch sind alle Seminar-Inhalte enthalten und ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen.
Die Teilnahme am Seminar hat mich ebenfalls persönlich weiter gebracht, obwohl ich das Buch zuerst gelesen habe. Die Wissensvermittlung über ein angeleitetes Trainings-Programm bringt mehr Verständnis über die korrekte Ausführung der Therapie und die Umsetzung zu Hause.
Fazit:
▶ Ich finde, wenn man mit dem Schmerzgedächtnis arbeitet, sollte man trotzdem auch mit der Struktur arbeiten (verklebte Faszien/Funktioneller Beckenschiefstand, etc.)
▶ Erst nachdem meine Achsensymmetrie (Beckenschiefstand habe ich täglich mit Übungen korrigiert) wieder hergestellt war, hat sich der Zug auf die entzündete Sehne im Sprunggelenk gelockert. Dann wurden die Schmerzen besser.
▶ Die Skelata-Methode nutze ich regelmäßig, wenn ich zu sehr gestresst bin und meine Lockerungs-Übungen nicht mehr funktionieren. D.h. wenn sich durch meine Feldenkrais-Übungen abends mein Tinnitus verstärkt, dann weiß ich, dass ich anders arbeiten muss.
▶ Ja, das stimmt. Das, was ich euch an ganzheitlichen Übungen empfehle, kann auch Stress für den Körper sein. D.h. Schmerzen verstärken sich, oder nichts funktioniert mehr von dem, was mal funktioniert hat.
