Die Wirkung von Mentaltraining auf körperliche Verspannungen & Schmerzen

Was Mentaltraining aus dem Spitzen-Sport mit CMD zu tun hat?

Wie ich schon öfters in meinem Blog berichtet habe, bin ich vor 10 Jahren auf die Körperarbeit nach Feldenkrais gestoßen. Ähnlich arbeiten auch Spiraldynamik, Thomas Hannah und Dr. Helga Pohl. 

Täglich lag ich mindestens 2 Stunden auf der Matte bzw. abends im Bett und machte meine Übungen. Dabei ging es um die Entspannung alles Gelenke, weil ja alles ganzheitlich betrachtet werden muss.

Da die Medikamente damals meinen Bruxismus so krass verstärkt haben, konnte nicht mal mehr der Physiotherapeut mir richtig helfen, die ganzen Verspannungen am Körper zulösen.

Mit meiner Feldenkrais-Arbeit habe ich zwischenzeitlich immer mehr Kontrolle über die Verspannungen gewonnen.

Aber: das hat mir noch nicht gereicht. Ich wollte viel mehr über meinen Körper herausfinden und wie ich ihn noch formen kann. Und so bin ich auf das Mentaltraining gestoßen, weil auch manchmal mein Körper so schmerzte, sodass ich keine Übungen machen konnte.

Was ist Mentaltraining überhaupt? 

Am besten kann man Mentaltraining erklären, wenn man sich den Spitzensport mal genauer anschaut.

Hier stellen sich die Sportler die Bewegungsabläufe im Kopf vor, die sie im Wettkampf abrufen müssen. Z.B. geht der Turner seine ganze Kür nochmal im Geiste durch, bevor er auf die Matte oder an den Barren geht. 

Außerdem kann man mithilfe mentaler Techniken die innere Haltung, Leistung und die Motivation gezielt beeinflussen – und das kann am Tag X von entscheidender Bedeutung für die Performance sein.

Mentaltraining arbeitet ganzheitlich und richtet den Fokus u.a. auf individuelle Stärken, positive Eigenschaften und Ressourcen. 

Wie habe ich diese Erkenntnisse für mich genutzt? 

Also ich habe angefangen, mir gedanklich im Kopf vorzustellen, wie ich jedes Gelenk mit Rotationsbewegungen lockere. Ziel sollte sein, Muskelverspannungen zu lösen und Bewegungsabläufe neu zu erlernen

Dazu stellte ich mir Bewegungsabläufe von der Feldenkrais-Methode, einen Teil aus der Spiraldynamik, Thomas Hanna und aus unterschiedlichen Yoga-Formen vor.

Ich visualisierte außerdem ganz genau, wie ich mir eine Einzelbehandlung nach Feldenkrais gebe.

Irgendwann bin ich darauf gekommen, während meiner Nordic-Walking-Einheiten, ebenfalls die gedankliche Arbeit anzuwenden.

Summa summarum machte ich täglich 1 Stunde Mentaltraining. Insbesondere vor dem Einlschafen nutze ich die Zeit, um Visualisierungs-Übungen zu machen.

Aber ich kann auch einfach ein paar Tage nichts machen und nichts verschlechtert sich in meinem Körper. Es ist einfach schon zur Routine geworden und ist für mich nicht mehr anstrengend.

Was bringt das mir heute?

Dieses ganz gezielte Training hilft mir, meine Muskulatur sehr, sehr schnell zu entspannenDas bedeutet, dass meine Muskulatur kurz nach dem Aufstehen anfängt, sich selbst zu entspannen. 

Natürlich bin ich zwar schon etwas verspannt morgens, aber das macht mir nichts mehr aus. Das ist wieder neu gewonnene Lebensqualität. Ich schaffe wieder alles, kann laufen ohne Schmerzen und das ist absolut genial.

2 Jahre lang war ich so eingeschränkt beim Laufen (weil ich so verspannt war), sodass ich es gerade mal geschafft habe, 30 Min. – 1 Stunde am Stück zu laufen – mehr nicht.

Es ist nun mal so, dass ich meine Medikamente ein Leben lang einnehmen muss. D.h. dass ich immer eine Knirscherin bleiben werde, weil die Medis das Knirschen schon verstärken. Aber mit meiner Körperarbeit bin ich heute auf der sicheren Seite und habe alles im Griff. Zum Glück …