
Ein neuer Ansatz bei der CMD-Therapie
Ein querdenkender Zahntechniker hat aus seiner eigenen CMD-Geschichte einen Funktionsregler entwickelt, der über die Muskulatur ein neues und gesundes Bewegungsmuster im Gehirn verankert – ohne primär in die Okklusion einzugreifen.
Auch wenn er etwas eigentüftlerisch wirkt und kein richtiges Händchen für Marketing hat (so wie die meisten Erfinder), ist er außerordentlich hilfsbereit und hat den richtigen Riecher und den Mut was neues zu wagen.
Eine befreundete Ärztin erklärte mir, dass die Zahn-Mediziner, die sich nicht tiefgreifend mit der Materie auskennen und zu starr im Denken sind, verstehen leider nur was von skelettalen (Knöchernen Strukturen u.a. die Zähne) Problemstellungen.
Das bedeutet, dass sie massiv in die Okklusion mit Kronen, Schienen oder Kieferorthopädie eingreifen.
Als ich meiner Freundin den Beckenschiefstand/Beinlängendifferenz ohne Schuhsohlen korrigierte, geschah das rein über die Muskulatur, minimal-invasiv – sie war erstaunt. Genauso funktioniert der Relaktor.
Jetzt aber genau – Ein Neuromuskulärer Ansatz
Der CMD-Weichteilfunktionsregler mit neuromuskulärem Ansatz wirkt sanft und minimal-invasiv Dysfunktionen der Gesichtsmuskulatur entgegen. Er hilft, physiologische Entspannungszustände neu zu finden.
Verglichen mit der Schienentherapie ist er weiterentwickelt und ohne Risiko, da Messfehler bei der Herstellung ausgeschlossen sind.
Das Relaktor-Konzept basiert auf myofunktionellen Zusammenhängen und unterstützt sowie erleichtert selbstständig das Erlernen regelgerechter muskulärer Muster.
Bei Kindern kann man damit Wachstum positiv beeinflussen und bei Erwachsenen (CMD Patienten) werden damit regelgerechte tonische Muster erlernt, die man braucht für einen besser funktionierenden Kauapparat.
Freie Unterkieferbeweglichkeit
Wesentlich dabei ist, dass die Unterkieferposition nicht zwangsgeführt (Konstruktionsbiss = bei Kindern und bei Erwachsenen die Funktionsanalyse) wird.
Das Gerät macht das Erlernen verbesserter Myofunktionen zwar begrenzt selbsttätig. Unerlässlich ist auch hier wieder die Myofunktionelle Therapie.
Voraussetzungen für den Relaktor
Der ideale Patient ist der, dessen Kauapparat nicht invasiv verändert wurde und sich trotzdem eine CMD / MAP eingestellt hat.
Dem ist mit einer Wahrscheinlichkeit von deutlich über 90 % kausal orthopädisch, also Relaktor plus MFT zu helfen, ohne etwas an den Zähnen zu verändern.
Mengenmäßig ist das der typische Relaktor-Patient. Was sich viele nicht vorstellen können, weil sie glauben dass, allein prothetische Fehler oder schlechte KFO für die CMD verantwortlich wären.
Beispiele: Hier wird es kompliziert (wer ist heute schon ehrlich?)
Schwierig wird es, wenn bereits eine langjährige erfolglose Schienentherapie gemacht wurde. Häufig wirken diese invasiv und verstärken die Problematik. Das setzt sich fort, auch wenn noch prothetische Anpassungen – sprich, eine vermeintlich bessere Okklusion – eingestellt wurde.
Eine weitere Steigerung ist eine KFO-Behandlung oder ein Fehlbiss, die in eine CMD münden, da ist dann endgültig jegliche Orientierung verloren gegangen und eine Therapie wird enorm erschwert.
Aufgeben ist hier keine Option – sage ich
Der erste Schritt ist hier wieder die MFT. Erst wenn die Zungenfunktion etc. sich stabilisiert hat, der Kiefer wieder mittig sitzt (Myozentrik) und die Aufrichtung passt, sind die Voraussetzungen geschaffen, um weiter zu machen.
Anwendungsweise
Der Relaktor wird die ersten Wochen nur tagsüber getragen. Hat sich der sensible Mundraum an das Gerät gewöhnt, kann er auch nachts getragen werden.
Die Kunststoffflügel müssen inzwischen so gut wie nie eingeschliffen werden. Patienten, die ja aus allen Ecken von Deutschland kommen werden virtuell betreut und machen in der Regel keine Kontrolltermine.
Z.B. habe ich gehört, dass ein Patient sogar von den Kanaren kam – das wäre etwas weit für Kontrolltermine, da sollte das Gerät auf Anhieb passen.
Man beginnt mit einer halben Stunde und steigert kontinuierlich die Tragedauer, üblich sind ein bis zwei Wochen, bis das Gerät auch nachts getragen werden kann.
Durch die muskuläre Entspannung ist es aber möglich, dass sich die Unterkieferposition leicht verbessert.
Das führt aber nicht zu einer Verschlechterung der Okklusion (z.B. beim Essen) oder der CMD-Beschwerden (z.B. Schiene).
Patientenberichte – die ich kenne
1) Leichte Progenie – Kein Knirschen/Reiben – Sehr verspannt:
▶ Patientin berichtet über Linderung und ist zufrieden.
2) Tiefbiss – Bruxismus – verspannt:
▶ Wenig Besserung
▶ Sie hat später eine Innovative Schienentherapie gemacht mit genauer Anwendung von Bildgebenden Verfahren.
▶ Relaktor hat besser funktioniert.
3) Kreuzbiss: Bruxismus – Stark verspannt:
▶ abgebrochener Risse Patient, das ist der „Worst Case“
▶ Keine Besserung
4) Meine Wenigkeit – Leichte Progenie: Ordentlich verspannt:
▶ Mein Osteopath berichtet über eine Verbesserung des muskulären Tonus.
▶ Meine hochdosierten Medis sind bei dieser Behandlung leider ein großes Hindernis.
http://www.relaktor.de/patientenberichte
Fazit:
▶ Leider ist Herr Vogel jetzt in Rente gegangen.