
Welche Therapie ist die Richtige für mich?
In den Anfangsjahren meiner CMD habe ich so einiges an Therapien ausprobiert. Physiotherapie, Osteopathie, Triggerpunkt-Behandlung, Dorn, Kinesiologie, Bowtech, Hypno-Therapie, Cranio-Sacrale-Therapie, Liebscher-Bracht, Akupunktur, etc.
Und ich muss sagen, bei jeder Methode habe ich ein wenig mehr dazugelernt. Welche Therapien helfen, und wie man es nicht machen sollte.
Bei der CMD-Behandlung werden manuelle Therapien (Physiotherapie, z.B. die Triggerpunkt-Therapie, Dorn-Therapie etc.) angewendet. Es gibt welche auf Rezept, aber meist reichen diese nicht aus.
Für mich sind diese passiven Ansätze, Behandlungen, die nicht ursächlich greifen. Das heißt, man muss sich immer wieder neue Rezepte holen, weil die CMD nicht einfach so verschwindet.
Ich beispielsweise investiere noch zusätzlich in andere Techniken (Feldenkrais), um die Beschwerden, die durch die CMD auftreten, zu behandeln.
Passive Ansätze genehmigt von der Krankenkasse
1) Physiotherapie
Bei der Physiotherapie, die ebenfalls auf CMD spezialisiert sein sollte, wird vor allem die Kiefermuskulatur gelockert. Oft müssen aber auch Fehlhaltungen und Blockierungen in den Kopfgelenken, in der Halswirbelsäule (HWS) und im Kreuzdarmbeingelenk (SIG, früher ISG) bearbeitet werden.
2) Triggerpunkt-Behandlung
Diese Druckpunkt-Massage stellt einen sehr wichtigen Baustein der CMD-Therapie dar. Häufig findet man Triggerpunkte in den Kiefermuskeln (an den Kaumuskeln oder an den Schläfen) sowie in der Nackenmuskulatur. Diese können manuell (mit der Hand) gelöst werden.
Triggerpunkte sind lokal begrenzte Muskelverhärtungen in der Skelettmuskulatur, die lokal druckempfindlich sind und von denen übertragene Schmerzen ausgehen können.
3) Wirbelsäulen-Therapie nach Dieter Dorn
Bei der Dorn-Therapie wird der gesamte Körper auf Fehlstellungen untersucht und mit sanften, zur Mitte führenden Therapie-Griffen, wieder in seine ursprüngliche Balance gebracht.
So ist es mithilfe der Dorn-Therapie möglich, nicht nur eine schmerzende Wirbelsäule und die Gelenke zu behandeln, sondern gleichzeitig auch mit dem sanften Einrichten der fehlgestellten Wirbelkörper einen Einfluss auf die inneren Organe und Organ-Kreisläufe auszuüben.
4) Osteopathie & Cranio-Sacrale-Osteopathie – Muskel- und Bindegewebsarbeit
Die CMD-Behandlung mit der Osteopathie bedeutet, dass verschiedene Bereiche im Körper-Gewebe untersucht werden, um zu sehen, wo genau das Problem herkommt und ob mehrere Bereiche betroffen sind.
Dazu gehört eine Untersuchung des Kiefergelenks, um zu sehen, ob eine Vorverlagerung des Diskus (Knorpelscheibe im Kiefergelenk) oder eine Arthrose vorhanden ist. Man merkt dies an einem Kiefergelenks-Knacken, einem Reiben in den Gelenken, einer Abweichung des Unterkiefers bei der Mundöffnung und einer eingeschränkten Mundöffnung.
Als nächstes untersucht man oft das Auge, die Symmetrie des Gesichtes, die Haltung des Patienten, die Schultern, die Hüfte, die Knie, die Füße und die Wirbelsäule.
Nach der Erhebung des Befundes benötigt man meist mehrere Termine, um die Verspannungen und knöchernen Probleme in Ordnung zu bringen.
5) Atlas-Therapie
Eine Atlas-Blockade ist eine Bewegungsstörung der sogenannten Kopfgelenke. Das ist die Gelenkverbindung zwischen dem Hinterkopf und dem ersten Halswirbel, der Atlas heißt.
Die Atlas-Therapie ist eine sanfte Impuls-Behandlung mit dem Finger über den Querfortsatz des ersten Halswirbels.
Da werden mehrere, kurze und schnelle Impulse von einer bestimmten Seite gegeben, in eine bestimmte Richtung, die man vorher festlegt. Damit lässt sich „kurzfristig“ eine Fehlfunktion korrigieren.
▶ Leider wird die Atlas-Therapie nicht von den Krankenkassen übernommen.
Allgemeine Problematik mit den passiven Therapien
Wenn die CMD ursächlich behandelt werden soll, muss noch tiefer und bedachter in die Muskulatur und das Nervensystem vorgedrungen werden.
Das bedeutet, dass nicht nur ein Gelenk oder ein Teil des Körpers therapiert werden muss, sondern der ganze Körper mit allen Gelenken zusammen.
Richtig integriert über 13 funktionelle Einheiten/Gelenke
Ein richtig integrierter Atlas-Wirbel umfasst demnach die Arbeit an allen 13 Hauptgelenken. Alle Gelenke müssen neu ausgerichtet werden, weil die fehlerhaft programmierten Muskeln, die am Atlas ziehen, mit allen Gelenken über Muskelfunktionsketten verbunden sind.
Die 13 Koordinationseinheiten:
- 1 Stamm: Kopf/Becken (Augen/Kiefer)
- 2 Schultergelenke: Gelenkpfanne/Humeruskopf
- 2 Arme: Oberarmkopf/Handgewölbe
- 2 Hände: Mittelhandköpfchen
- 2 Hüftgelenke: Gelenkpfanne/Femurkopf
- 2 Beine: Oberschenkelkopf/Vorfußgewölbe
- 2 Füße: Fersenbein/Vorfußgewölbe
Beitrag: „Spiraldynamik“ – Körperbewusstsein im Alltag integrieren
https://cmd-alternativ-handeln-blog.com/2023/09/23/2-spiraldynamik/
Fazit:
▶ Hier ist die Schulmedizin am Ende. Wer trotzdem nicht aufgeben will, neugierig ist, biologische/mechanische Zusammenhänge der CMD verstehen will, wirklich viel Mitarbeit und Eigeninitiative zeigt, ist hier bei mir genau richtig!